Carl Welkisch

In den Fußstapfen Christi - Leseprobe

Seite 30 ZEITGENOSSEN Unter dieser Überschrift hat Carl Welkisch in seinem Buche »Im Geistfeuer Gottes« (1 S. 408ff ) von der inneren Verbindung mit Menschen berichtet, die zu seinen Lebzeiten eine besondere Hingabe an Gott bewiesen hatten. Es war sein Wunsch, daß noch einige weitere Begegnungen hier festgehalten werden: Der Japaner TOYOHIKO KAGAWA (1888-1960) fand nach einer schweren Kindheit und Jugend als Sechzehnjähriger zu Christus, als er dessen Wort auswendig lernte: »Seht die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht ist bekleidet gewesen als deren eine« (Lk 12,27). In Anlehnung an dieses Wort teilte Kagawa später sein Leben mit entlassenen Strafgefangenen, Trinkern und Ausgestoßenen der Gesellschaft in einem Elendsviertel Tokios. Unzählig viele Menschen änderten ihre Lebensweise und fanden zu Christus durch das Wirken dieses Mannes. Als Carl Welkisch im Oktober 1976 ein Buch über Kagawa vorgelesen bekam, sagte er zu seinen Freunden: Im Geiste erlebe ich alles mit, was ihm widerfahren ist. Ich selbst hätte solches Elend nie mitansehen können. Gottvater hat mir gezeigt, daß Kagawa schon vor seiner Geburt zu seinem Wirken auserwählt war. Da er sich dieser Aufgabe ganz bedingungslos hingab, stand Gottvater hinter ihm und führte ihn: »Er war ganz und gar Mein Werkzeug, das MIR im größten menschlichen Elend diente. Daran siehst du, wie ICH in den verschiedenen Völkern und Schichten immer wieder Mittler Meiner Liebe brauche, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen. Kagawa war zu einem Weg der äußeren Wirksamkeit in größter Armut berufen, den du bei deinem körperlichen Hellgefühl nicht hättest gehen können. Was du erleidest, ist viel, viel schwerer.« Wie damals in dem Erlebnis vom 5. Februar 1944 wurde ich von Gott belehrt, daß durch Sein Wirken in mir die höllischen Gegenkräfte überhaupt erst geweckt worden seien. »Mein Wirken durch Dich bringt von innen her solch unerhörte Umwandlung und Umwälzung mit sich, daß es zu großen Gärungen kommen muß, was sich im äußeren Geschehen auswirkt und weiter auswirken wird. So werden denn auch die angedrohten Katastrophen nicht verhindert werden können..« Dann nahm Gott Bezug auf die Tatsache, daß mich alles menschliche Elend so sehr mitnimmt, wenn ich davon höre: »Denke doch daran, daß dein Mitleiden mit dem Elend der Menschen und der Welt schon von Kindheit an nicht aus deinem Menschlichen kommt, sondern aus MIR Selbst, deswegen ist es so unaussprechlich tief. Dadurch erreichst du eine viel tiefgreifendere und umfassendere Umkehr der Menschheit als durch jedes äußere Tun.« Seite 61 Meran, 3. April 1980, Gründonnerstag Auszüge aus einer Ansprache von Carl Welkisch an seine Freunde. Die Ansprache wurde auf Tonband aufgenommen . Das Tondokument ist als Kassette und CD beim Verlag erhältlich. Von Christus und Gottvater bekomme ich unerhörte Einstrahlungen. Wenn ich darüber reden wollte, dann gibt es leider doch keine Worte dafür. Wenn ich nicht so weit in meinem Körper vergeistigt wäre, dann würde ich in die Luft schweben, da würde ich dann in Ekstase kommen, aber die gewaltigen Wirkungen sind in meinem physischen Leib. Und wenn auch Anflüge da sind, daß das Herz zerspringen möchte vor großer Gotteskraft, Seligkeit, so kann ich mich doch beherrschen. Daran erlebe ich immer wieder selbst die Höhe der Entwicklung, denn ohne diese Höhe wäre diese Gotteskraft, die so gewaltsam wirksam ist, nicht ertragbar. Aber da eben die Entwicklung so weit vorgeschritten ist und der Körper mitvergeistigt ist, darum kann ich es ertragen. Ich erlebe in diesen Zuständen auch die ganze Bauchgegend, in der sich die höllischen Geister aufhalten, auch da fühle ich die ganze Gottesliebe, und nicht nur die Gottesliebe, besonders die Heiligkeit Gottes. Der Leib und alles wird geheiligt und wie verklärt. Dann kann sich kein Mensch eine Vorstellung machen, wie schwer es ist, mit solchem Leib und solcher unerhörten Entwicklung noch in diesem Körper und in dieser Welt zu verweilen. Und das hohepriesterliche Gebet, das von jeher mich in eine unglaubliche Glorie von Licht und Gottesnähe gebracht hat. Ich bin in der Erfüllung dessen und könnte viele, viele Worte gebrauchen, die Christus in diesem hohepriesterlichen Gebet gebraucht, auch für meine Freunde nach meinem Abscheiden. Als ich das jetzt ausspreche, muß ich mich wieder selbst bewundern und staunen, wie ich diese gewaltige Bestätigung von Gottvater und Christus ertrage und nicht zusammenbreche. Immer wieder kommen solche Stöße von gewaltiger Gotteskraft, unglaublicher Hoheit und Heiligkeit. Und ihr alle werdet in einer Weise durchströmt, daß es nie wieder aus eurem Geist weichen wird, es bleibt in euch, das kann euch nicht genommen werden im Geist. Das mußte ich ohne mein menschliches Wollen aussprechen, um euch doch noch ein bißchen Erleuchtung für eure Seelen zu geben. Aber trotzdem gehe ich weiterhin den Weg des Verlassenen, des wirklich im Menschlichen Gedemütigten. Die Milz, die furchtbaren Todeszustände, die nicht mehr ertragbar sind , und dazu dann die übersinnlichen Todesqualen von Gott aus, die niemand begreifen kann. Dann sagte ich zu Gott: »Wenn Du jetzt nicht das Siegel des Übersinnlichen von dieser Milz nimmst, dann versage ich, ich kann nicht mehr.« Da geschah es mal, in dem Moment, wo ich dies aussprach, wurden die Leiden weggenommen. An einem Sonntag darauf, als ich wieder kaum noch konnte und flehte »wenn Du es jetzt nicht wegnimmst, ich kann nicht mehr«, da erschien Gottvater und sagte: »ICH helfe dir ja, diese gräßlichen Leiden tragen, ICH bin doch in dir. Ohne MICH könntest du sie nicht ertragen. ICH wirke ja alles in allen, so bei Christus, so bei dir, so bei allen Heiligen, so bei allen Menschen, die gut werden und zu MIR kommen. ICH leide ja in euch.« Ja, das ist unglaublich, was das bedeutet, wenn Gottvater das ausspricht. Das sind so gewaltige Erleuchtungen und Wahrheiten, die kein Mensch richtig erfassen kann, die er nur nachempfinden kann. Wenn er aber die Erleuchtung selbst von Gott bekommt, dann ist das unglaublich. Die Demut Gottes, das ist so unerhört, daß, wenn ER das ausspricht, man denkt, man wird vernichtet von dieser Demut. ER selbst sagt: »Siehst du, wie demütig ICH bin? Viel demütiger als jeder Mensch!«